Wohnkosten und Belastungen steigen weiter
Die Wohnkosten sind in den letzten 10 Jahren um ein Drittel gestiegen, so lautet der Wohnbericht der Statistik Austria. Das Plus bei Mietwohnungen ist mit knapp 40 % am höchsten. Besonders stark belastet sind Ein-Eltern-Haushalte (9 von 10) in überwiegender Mutter-Kind-Konstellation, die überdurchschnittlich häufig in Mietverhältnissen leben und im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt fast das Doppelte aufwenden müssen. Menschen mit Behinderungen fühlen sich im Vergleich zu Menschen ohne Behinderung (ein Viertel) um mehr als ein Drittel (35,1%) von den Wohnkosten belastet. Bei den jungen beeinträchtigten Menschen zwischen 16 und 24 Jahre sind es mehr als die Hälfte.
Die Mietkosten in Salzburg erweisen sich – wie auch in den Jahren zuvor – in der Wohnstatistik als die höchsten:

Der Bericht „Wohnen 2025 – Zahlen, Daten und Indikatoren der Wohnstatistik“ analysiert die Wohnsituation in Österreich sehr umfassend, von den Wohnqualitäten und -situationen hin zum Immobilienmarkt und Wohnungsbau bis zu den sozialen Herausforderungen. Die Wohnungslosigkeit in Österreich (S. 94ff) ist übrigens auch gestiegen und die Befristungen (S. 22ff) erweisen sich weiterhin als massiver Preistreiber.
Ein Statement der BAWO inkl. Forderungen für eine nationale Strategie zur Beendigung von Wohnungslosigkeit dazu gibt’s hier.
Sophie Achleitner vom Momentum-Institut analysiert in einem Artikel vom 18.06.26, dass steigende Wohnkosten zunehmend zu einem Armutsrisiko werden. Wohnkostenbelastungen sind in allen Segmenten gestiegen, doch besonders Mieter:innen – und insbesondere Frauen – geraten am privaten Mietmarkt finanziell stark unter Druck.

Auch der Österreichische Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen stellt in Anlehnung an die Wohnstatistik fest, dass sich die Mietschere zwischen den gemeinnützigen und gewerblichen Mieten im Jahr 2025 weiter erhöht hat, so sind die GBV-Mieten um 3,4 Euro bzw. um 28% günstiger als die privaten/gewerblichen Mieten, nachzulesen hier.
Höchst an der Zeit, die „Murmeltiertage“ zu durchbrechen!!
