ARMUT in Österreich gestiegen!

Armut entwickelt sich in Österrich besorgniserregend in die falsche Richtung. 18,8 % der österreichischen Bevölkerung waren laut Statistik Austria im Jahr 2025 armuts- oder ausgrenzungsgefährdet, das entspricht einem Wachstum gegenüber 2024 von 1,9 Prozentpunkten. Hinter diesem Prozentsatz verstecken sich unglaubliche rund 1,7 Mio. Personen. Zwar sind die Haushaltseinkommen 2025 im Mittel ebenfalls um 8,7 % gestiegen, doch ist der Anstieg ungleich verteilt und konnten nicht alle im gleichen Ausmaß davon profitieren. Das unterste Dezil, also jene 10 % Personen mit den geringsten äquivalisierten Nettohaushaltseinkommen konnten nur ein um 4,7 % höheres Einkommen als im Vorjahr erzielen und bleiben daher um 4 Prozentpunkte zum Mittel abgeschlagen. Im untersten Dezil finden sich überwiegend Ein-Eltern-Haushalte, Familien mit 3 und mehr Kindern und Alleinlebende.

Tabelle Entwicklung des äquivalisierten Nettohaushaltseinkommens 2024–2025

16 % der Bevölkerung gelten nach EU-Definition als armutsgefährdet und 2,9 % waren 2025 erheblich materiell und sozial benachteiligt.

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2025.

Armut bedeutet Einschränkung und einen Mangel an Möglichkeiten und Handlungsspielräumen. Diffamierung im Zuge des ständig proklamierten Leistungsbegriffes (Schuld und Eigenversagen), Stigmatisierung und Scham sind ständige Begleiter von Armutsbetroffenen, Rückzug und Einsamkeit die Folgen. Noch schlimmer – Armut raubt Lebenszeit, so sterben arme Menschen um 10 Jahre früher, Obdachlosigkeit verkürzt die Zeit sogar um 20 Jahre!

Österreich braucht armutsfeste strukturelle Bedingungen, die soziale und Wohnsicherheit gewährleisten und sich als Fundament für eine selbstwirksame, gelingende Lebensplanung erweisen!

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