Das Betreute Konto ist seit 2010 ein Instrument der Schuldenberatung in Kooperation mit der Zweiten Sparkasse, welches Menschen in Wohnversorgungskrisen mit begrenzten finanziellen Ressourcen hilft, die wichtigsten Zahlungen wie Miete und Strom automatisch abzuwickeln und somit den Erhalt der Wohnung zu sichern. Das Institut für höhere Studien (IHS) hat im Auftrag der ERSTE Stiftung das Betreute Konto der Schuldenberatung des Fonds Soziales Wien (FWS) aus verhaltensökonomischer Perspektive untersucht.
Die Ergebnisse zeigen:
Das Betreute Konto wirkt deutlich entlastend, so erleben die Nutzer*innen weniger psychischen Stress, weniger finanzielle Sorgen und eine höhere Einschätzung ihrer finanziellen Kompetenz. Viele berichten von einem besseren Schlaf, weniger Angst und gesteigertem Wohlbefinden.
Die oft in der Praxis geäußerten Befürchtungen der Nutzer*innen wie der Verlust der Autonomie oder ein erschwerter Zugriff aufs eigene Geld erweisen sich als unbegründet, da der Nutzen überwiegt.
Das Betreute Konto hilft im speziellen Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind und kann dabei zentraler Faktor für den Wohnungserhalt sein.
Über 93 % der Nutzer*innen sicheren damit erfolgreich ihre Fixkosten und über 88 % würden das Angebot weiterempfehlen.
Auch in Salzburg gibt es das Betreute Konto, hinsichtlich der Anzahl der Konten bzw. Nutzer*innen allerdings noch viel Luft nach oben. So hat das IHS in der Studie auch Verbesserungen zum Abbau von Zugangsbarrieren sowie zur Erleichterung der Nutzung empfohlen.
Zur Studie gehts hier.
